CDU Gemeindeverband Bühlertal

Landtagsabgeordneter Tobias Wald stellt das Schulkonzept der CDU vor Veranstaltung zum Schulstandort Bühlertal

„Schulstandort Bühlertal – wohin geht die bildungspolitische Reise?“ – unter diesem Motto stand die Veranstaltung, zu der Volker Blum im Namen des CDU-Gemeindeverbandes Bühlertal und der Frauen-Union Bühl und Umland die Gäste sowie Landtagsabgeordneten Tobias Wald begrüßte.

v.l.: Volker Blum (CDU-Vorsitzender), Miriam Mandt (FU-Vorsitzende) und Tobias Wald MdLv.l.: Volker Blum (CDU-Vorsitzender), Miriam Mandt (FU-Vorsitzende) und Tobias Wald MdL

„Die Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung hat eine Veränderung der Schullandschaft zur Folge. Das sieht man auch am Beispiel von Bühlertal“, so Blum und verwies damit auf die baldige Schließung der Werkrealschule, die für Verunsicherung bei den Eltern von Schulkindern gesorgt hätte. Blum meinte: „Wir werden alles tun, um den Schulstandort für unsere Gemeinde zu sichern.“ Eine Schule sei ein wichtiger Grund, der Familien dazu bewege in einen Ort zu ziehen oder darin wohnen zu bleiben. Ziel sei es, alle Kinder im Rahmen ihrer individuellen Leistungsfähigkeit zu fördern. Eine Gleichmacherei der verschiedenen Schul-Formen und einen sich daraus ergebenden Einheitsbrei lehnte Blum ab. Es sei wichtig, dass das Niveau an den Schulen nicht sinke. CDU-Landtagsabgeordneter Tobias Wald versprach im Falle eines Wahlsieges seiner Partei bei der Landtagswahl 2016, dass man viele Punkte der rot-grünen Bildungspolitik überdenken und gegebenenfalls ändern werde. Denn: „69 Prozent der Bürger in Baden-Württemberg sind mit dem Vorgehen nicht einverstanden“, so Wald. Ein Beispiel dafür sei die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung. Danach habe ein Run auf die Privatschulen eingesetzt, sie verzeichneten zwischen 6 und 10 Prozent mehr Schüler. Dabei dürfe Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen! Ziel der CDU sei es, zusammen mit den Eltern ein neues Schulkonzept zu entwickeln. Walds Appell: „Ihre Ideen, ihre Anregungen fließen dort ein.“

Die bisherigen Eckpunkte des Papiers sehen u.a. vor:
1. Schüler sollen nach ihren individuellen Fähigkeiten gefördert, aber nicht überfordert werden. Das Schulsystem soll durchlässiger gestaltet werden, d.h. der Schulwechsel leichter möglich sein. Hier verwies der Landtagsabgeordnete auf das eigene Beispiel: Er sei nach der Hauptschule auf die Wirtschaftsschule gewechselt, habe dann das Abitur gemacht und parallel zur Arbeit nebenher studiert.
2. Die Stärkung der Grundschulen im ländlichen Raum nach dem Motto: „Kurze Beine, kurze Wege.“
3. Den Ausbau der Ganztagsschulen – aber nur dort, wo es von den Eltern gewünscht werde. Wichtig sei ebenfalls ein gutes und qualifiziertes Halbtagsangebot.
4. Die Einführung einer Orientierungsphasen in den Klassen 5 und 6. Hier gehe es um eine individuelle Diagnose über die Stärken und Schwächen des Schülers, sowie die Möglichkeit zu zusätzlichen Bildungsangeboten und Förderung. „Individualität und Differenzierung – so sollte das Schlagwort bei der Bildung lauten“, fasste Wald sein Konzept zusammen.

Im Bezug auf Bühlertal meinte Wald: „Sie haben ein Pfund, mit dem sie Wuchern müsse: Sie haben eine Realschule und die müssen sie pflegen.“ Eine Schule mit hoher Qualität habe die Möglichkeit, Schüler aus anderen Orten anzuziehen – und das sei eine Chance. Dagegen bekannte Ilse Neurath-Braun, stellvertretende CDU-Vorsitzende: „Ich habe Angst um unsere Realschule!“ Es brauche einen Wandel in den Köpfen, so Neurath-Braun: „Handwerksberufe verdienen mehr Ansehen!“ Auch Wald rügte den Akademisierungs-Wahn in einem Land, in dem immer weniger Menschen einen Wasserhahn reparieren könnten. Wichtig sei, es so FU-Vorsitzende Miriam Mandt, dass allein die persönlichen Fähigkeiten und Vorlieben eines Kindes bei der Wahl seiner Schullaufbahn im Mittelpunkt stünden. Kurz gesagt: „Wir müssen uns bei allem fragen: ,Was ist das Beste für mein Kind!’“